Festabend

300 Jahre SG Obernzenn





Obernzenn, im Juni 2018

Betrifft: Festabend der SG Obernzenn

Mit einem festlichen Abend feierte die Obernzenner Schützen am Samstagabend ihr 300- jähriges Gründungsjubiläum.
Zur Freude von Florian Bibelriether war der, in den zurückliegenden Jahren erweiterte Festsaal bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Einladung des ältesten Vereins in der Marktgemeinde waren nicht nur das prominestete Mitglied der Schützen, Schirmherr Christian Schmidt, sondern auch der, im Rahmen der Veranstaltung für seine zehnjährige Vereinstreue ausgezeichnete Landrat Helmut Weiß sowie dessen Nachfolger im Bürgermeisteramt, Markus Heindel, gefolgt.

Bezirksschützenmeister Gerold Ziegler (Langenzenn) und Gauschützenmeister Bernhard Schurz (Wallmersbach) repräsentierten, nebst den geladenen Gauvereinen das Schützenwesen, zu denen sich auch der SSV Egenhausen, als Patenverein, mit seinem Vorsitzenden und Schützenmeister Jürgen Hoffmann und einer stattlichen Abordnung gesellt hatte.



Als Gastgeschenke seitens die Verbands überreichten Ziegler und Schurz eine Ehrenscheibe mit der Abbildung des Blauen Schlosses sowie Ehrengaben des Deutschen, Bayerischen und Mittelfränkischen Sportschützenbundes.
Das Willkommen von Schützenmeister Bibelriether richtete sich zudem an die drei Landtagsabgeordnete des Wahlkreises: Sowohl Gabi Schmidt von den Freien Wählern, als auch Harry Scheuenstuhl von der SPD und Hans Herold von der CSU, überbrachten dem Jubelverein nicht nur die Glückwünsche ihrer Parteien, sondern würdigten die Traditionen des Schützenwesens und das verantwortungsbewusste, engagierte Auftreten der Sportschützen in sämtlichen Bereichen des öffentlichen Lebens.
Im Rahmen seiner Festrede dankte Bibelriether allen Mitgliedern, aber auch den Freunden und Helfern des Vereins, die in den zurückliegenden drei Jahren bisher rund 5 000 freiwillige Arbeitsstunden in den Umbau und in die Sanierung der Schießanlage einbrachten.
Finanzielle Unterstützung für ihr 250 000 Euro Projekt, erhielten die Schützen, mit einer Summe von rund 67 000 Euro, aus öffentlichen Fördermitteln. Eine Tatsache, die belegt, dass man im Freistaat dem Schützenwesen wohl gesonnen ist.
Den Rückblick auf die 300-jährige Geschichte gewährte Nicola Meixner in ihrem Festprolog:
Maßgeblich dafür verantwortlich, dass das Schützenwesen im Oberen Zenngrund auf eine drei Jahrhunderte währende Geschichte zurückblicken kann, ist der Adel. Die „löbliche Schützenkompanie“ lud 1718 zum Kirchweihschießen ein. Dabei galt es für die Teilnehmer, sich strikt an Vorgaben der Sicherheit zu halten oder es drohten Strafen. Zu gewinnen gab es stattliche Preise, zumeist in Form von Naturalien oder von wertvollem Küchengerät.
Auf eine schon annähernd 50-jährige Mitgliedschaft blickt der Schirmherr des Abends und Jungschützenkönig des Jahres 1974, Christian Schmidt, zurück. Der Minister a. D. zeigte sich als „Einheimischer“ bestens vertraut mit den Belangen des Obernzenner Schützenwesens. Das Herausschießen der „Christian-Schmidt-Geburtstagsscheibe“ wird, so die Zusicherung von Florian Bibelriether, garantiert noch 2018 in Angriff genommen.
Auch wenn man im sportlichen Wettkampf, bedingt durch die Tatsache, dass man in zwei verschiedenen Gauen an den Start geht, eher selten aufeinandertrifft, lebt die Verbundenheit mit dem Patenverein aus Egenhausen. Das Patengeschenk, eine in Egenhäuser Holz integrierte Wanduhr, schmückt künftig die Wände des Schützenhauses.

Der würdige Rahmen des Festaktes wurde natürlich zudem dafür genutzt, um langjährige Mitglieder zu ehren: Bereits ein halbes Jahrhundert halten Werner Heinemann und Hans Reeg dem Verein die Treue.
In der ersten „Bauphase“, 1978 stießen Anita Dentel, Edith Dürr, Anneliese Flachsmeier, Gerlinde Kress, Anton Albert, Gottfried Felber, Helmut Meixner, Ernst Stierhof und Klaus Ziegler,
vor 25 Jahren Michael und Werner Homeier zu den Schützen.
Für zehnjährige Mitgliedschaft durften Landrat Helmut Weiß und Albrecht Müller die mit einer Urkunde verbundenen Ehrennadeln des Bayerischen und Deutschen Schützenbundes in Empfang nehmen.
Gebührend gewürdigt wurden am Samstagabend auch sportliche Erfolge:
Jasmin Gebhard war unter anderem Weltmeisterin mit der Armbrust, Sebastian Meixner zwei Mal Deutscher Meister mit dem Zimmerstutzen, seine Schwester Nicola holte einen nationalen Titel mit dem Luftgewehr und Gerhard Flachsmeier stand mit dem gleichen Sportgerät sowohl bei den bayerischen als auch bei den Deutschen Titelkämpfen auf dem Podest.

Mit Gerhard und Anneliese Flachsmeier, Margarete und Manfred Nell, Gerhard Kress, Ernst Seefried sowie mit Raimund Wagner dürfen sich künftig sieben verdiente Persönlichkeiten als Ehrenmitglieder der Schützengesellschaft Obernzenn bezeichnen.
Zu den Höhepunkten des Abends zählte zu guter Letzt noch die Kür der neuen Schützenkönige. Ein gesonderter Bericht folgt.

Auf den Bildern: Gerold Ziegler (links) und Bernhard Schurz überreichen die Ehrenscheibe des Bayerischen Sportschützenbundes.

Die geehrten langjährigen Mitglieder, von links (hinten: Florain Bibelriether, Ernst Seefried, Gerold Ziegler, Hans Reeg, Werner Heinemann, Bernhard Schurz und Michael Homeier; vorne: Anita Dentel, Gerlinde Kress, Edith Dürr, Anneliese Flachsmeier und Schirmherr Christian Schmidt

Die geehrten „Meisterschützen“ der SG; von links: Thomas Retta (links) mit Gerhard Flachsmeier, Jasmin Gebhard, Sebastian und Nicola Meixner und Florian Bibelriether (rechts).

Die neuen Ehrenmitglieder der Gesellschaft: Florian Bibelriether und sein Stellvertreter Thomas Retta, Raimund Wagner, Margarete Nell, Ernst Seefried, Anneliese und Gerhard Flachsmeier, Gerhard Kress und Manfred Nell


Helmut Meixner